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Ratgeber juckende Kopfhaut

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Juckende Kopfhaut
Wissenswertes zu juckender Kopfhaut

Die Schmerzrezeptoren der Dermis melden dem Gehirn die Reizung der Haut als Jucken und sorgen so für das Bedürfnis zu Kratzen. Es handelt sich in den meisten Fällen um einen nützlichen Schutzmechanismus. Der Körper zeigt falsche Pflege oder Anzeichen von Krankheiten an. Handelt es sich als Ursache um eine trockene Kopfhaut, verschaffen Hausmittel, wie z. B. Öle, die bei einer juckenden Kopfhaut als Kur eingesetzt werden können, Hilfe. Ebenfalls schnelle Hilfe verspricht meist die Reduktion der Haarwäschen, das lässt der Kopfhaut Zeit zur Entspannung und Selbstregulierung.

Wissenswertes zu juckender Kopfhaut

Neben einer juckenden Kopfhaut kann ein starker Juckreiz (Pruritus) am ganzen Körper auftreten. Dieser kann sich ebenso auf der Haut wie auch auf den Schleimhäuten zeigen. Wahrgenommen wird der Juckreiz über die Schmerzrezeptoren des Körpers, die in der Dermis der Haut liegen. Diese melden dem vegetativen Nervensystem eine Reizung, wie die juckende Kopfhaut, und leiten diese an das Gehirn weiter. Das Ausmaß des Juckreizes ist unterschiedlich, nicht nur die Stärke kann variieren, auch kann er je nachdem stärker brennend, stechend oder kribbelnd wahrgenommen werden. Die automatische Reaktion auf Juckreiz ist das Kratzen an der betroffenen Stelle, das schnell zu kleinen Verletzungen führen kann. So kann aus einem leichten Juckreiz ein Problem werden, wenn sich die Beschwerden ausbreiten oder Infektionen entstehen.

Hausmittel zur Linderung einer juckenden Kopfhaut

Liegt die juckende Kopfhaut an einer von äußeren Einflüssen hervorgerufenen trockenen Kopfhaut, kann diese nicht nur durch das Wechseln zu milderen Shampoos gelindert werden, sondern häufig auch durch Pflegekuren mit Hausmitteln. Insbesondere Öle können dank ihrer rückfettenden Wirkung Linderung verschaffen. Wenn andere Verursacher für die juckende Kopfhaut ausgeschlossen wurden, kann beispielsweise eine Kur mit Rizinus- oder Olivenöl helfen. Dabei sollte eine kleine Menge Öl auf die Kopfhaut gegeben und behutsam einmassiert werden. Diese Kur kann man länger, z. B. über Nacht, einwirken lassen. Dann kann das Öl mit einem sanften Shampoo ausgewaschen werden. Ölkuren sollten insbesondere bei feinen Haaren nicht zu häufig angewendet werden.

Mit der juckenden Kopfhaut richtig umgehen

Leidet man unter juckender Kopfhaut, sollte der Umgang mit der Kopfhaut überdacht werden. Vielleicht ist die Kopfhaut durch zu kräftiges Einmassieren von Shampoo oder anderen Pflege- und Reinigungsmitteln gestresst. Reizungen können auch durch chemische Behandlungen, wie Dauerwellen oder Färbungen auftreten. Daher sollte man bei einer juckenden Kopfhaut vorerst weitestgehend auf Farb- und Duftstoffe verzichten.

Ebenso kann zu starke Sonnenstrahlung für eine Reizung sorgen und so für die juckende Kopfhaut verantwortlich sein. Hier schafft ein Sonnenhut auf lange Sicht Abhilfe. Auch wenn es schwerfällt, sollte man versuchen den Juckreiz zu unterdrücken. Hilft der Wechsel des Shampoos nicht, kann man die Häufigkeit der Haarwäsche reduzieren, zweimal die Woche reicht meist aus, um die Haare frisch zu halten. Da eine juckende Kopfhaut auch ein Anzeichen für eine Krankheit sein kann, sollte die Reizung ernst genommen werden. Hält der Juckreiz länger an, taucht immer wieder auf, führt zu blutigen Stellen oder breitet sich aus, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.

Miriam Schaum

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Therapie juckende Kopfhaut

Oft reicht eine Veränderung der Gewohnheiten, um die juckende Kopfhaut wieder in den Griff zu bekommen. Mildes Shampoo, ein Kaltluftprogramm beim Haarföhn und ein Sonnenhut gegen UV-Strahlung können die gereizte Kopfhaut lindern. Bei Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sind langfristige Therapien notwendig, um eine Besserung zu erzielen. Die richtige Pflege kann aber auch hier eine Linderung der Symptome verschaffen und das Auftreten der Schübe verlangsamen. Hier gilt, die Pflege muss auf die individuellen Bedürfnisse der eigenen Haut angepasst werden. Bei der Suche nach der richtigen Pflege kann der Hautarzt helfen.

Diagnose juckende Kopfhaut

Stellt die juckende Kopfhaut eine Belastung für Betroffene dar, lässt sich langfristig nicht in den Griff kriegen oder führt zu Wunden, sollte der Weg zum Hautarzt führen. Der Hautarzt führt eine Befragung durch und macht unter Umständen Abstriche der betroffenen Hautstellen, um die Diagnose stellen zu können. Schwierig kann die Diagnose der Neurodermitis werden. Bei einer Ekzemverteilung in Ellenbeugen, Gesicht und Handrücken kann sie zwar in der Regel identifiziert werden, es verläuft aber nicht jede Neurodermitiserkrankung so. Neurodermitis kann bei Betroffenen deutlich von ihrem typischen Erscheinungsbild abweichen und birgt so die Möglichkeit, mit einer anderen Hauterkrankung verwechselt zu werden.

Die Schmerzrezeptoren der Dermis melden dem Gehirn die Reizung der Haut als Jucken und sorgen so für das Bedürfnis zu Kratzen. Es handelt sich in den meisten Fällen um einen nützlichen Schutzmechanismus. Der Körper zeigt falsche Pflege oder Anzeichen von Krankheiten an. Handelt es sich als Ursache um eine trockene Kopfhaut, verschaffen Hausmittel, wie z. B. Öle, die bei einer juckenden Kopfhaut als Kur eingesetzt werden können, Hilfe. Ebenfalls schnelle Hilfe verspricht meist die Reduktion der Haarwäschen, das lässt der Kopfhaut Zeit zur Entspannung und Selbstregulierung.