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Ratgeber juckende Kopfhaut

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Juckende Kopfhaut
Was ist eine juckende Kopfhaut?

Eine juckende Kopfhaut ist ein Symptom, das durch Irritation der Haut entsteht. Falsche Pflege, zu intensives Styling, Allergien und Krankheiten können die Kopfhaut irritieren und so zu Juckreiz, Schuppen und Rötungen führen. Ebenso sind auch Parasiten, wie Läuse, Verursacher von juckender Kopfhaut und können sich speziell in Kindergarten und Grundschule rasant verbreiten. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen taucht auch die Neurodermitis als mögliche Ursache für eine juckende Kopfhaut auf. Nach der Pubertät lassen die Schübe häufig wieder nach. Auch andere Hautkrankheiten wie Schuppenflechte (Psoriasis) können hinter einer juckenden Kopfhaut stecken.

Ist der Kratzreiz einmal da, fällt es häufig schwer, nicht nachzugeben. Aber häufiges Kratzen verschlimmert die juckende Kopfhaut meistens, da so auch kleine Verletzungen entstehen können. Hier finden Bakterien und Pilze möglichen Nährboden. Insbesondere bei Jugendlichen kann eine vermehrte Talgproduktion, die sogenannte Seborrhö, zur Entstehung einer juckenden Kopfhaut führen. Hier spielt der veränderte Hormonhaushalt ebenso eine Rolle, wie die Veranlagung. Atopische Erkrankungen sorgen bei vielen Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen für eine juckende Kopfhaut. Parasiten, wie Läuse, können durch ihre Stiche ebenfalls Juckreiz verursachen. Hier ist der Speichel schuld; kommt er in die Wunde entsteht der Juckreiz.

 

Therapie juckende Kopfhaut

Oft reicht eine Veränderung der Gewohnheiten, um die juckende Kopfhaut wieder in den Griff zu bekommen. Mildes Shampoo, ein Kaltluftprogramm beim Haarföhn und ein Sonnenhut gegen UV-Strahlung können die gereizte Kopfhaut lindern. Bei Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sind langfristige Therapien notwendig, um eine Besserung zu erzielen. Die richtige Pflege kann aber auch hier eine Linderung der Symptome verschaffen und das Auftreten der Schübe verlangsamen. Hier gilt, die Pflege muss auf die individuellen Bedürfnisse der eigenen Haut angepasst werden. Bei der Suche nach der richtigen Pflege kann der Hautarzt helfen.

Diagnose juckende Kopfhaut

Stellt die juckende Kopfhaut eine Belastung für Betroffene dar, lässt sich langfristig nicht in den Griff kriegen oder führt zu Wunden, sollte der Weg zum Hautarzt führen. Der Hautarzt führt eine Befragung durch und macht unter Umständen Abstriche der betroffenen Hautstellen, um die Diagnose stellen zu können. Schwierig kann die Diagnose der Neurodermitis werden. Bei einer Ekzemverteilung in Ellenbeugen, Gesicht und Handrücken kann sie zwar in der Regel identifiziert werden, es verläuft aber nicht jede Neurodermitiserkrankung so. Neurodermitis kann bei Betroffenen deutlich von ihrem typischen Erscheinungsbild abweichen und birgt so die Möglichkeit, mit einer anderen Hauterkrankung verwechselt zu werden.

Was ist eine juckende Kopfhaut?

Ständiges Kratzen, Schuppen oder ein Spannungsgefühl – eine juckende Kopfhaut hat meist unangenehme Auswirkungen. Oftmals handelt es sich bei einer juckenden Kopfhaut um Hautirritationen, die durch falsche Pflegeprodukte oder andere äußere Einflüsse verursacht werden. Es kann sich bei einer juckenden Kopfhaut aber auch um das Symptom einer Krankheit handeln. Sollte die Kopfhaut dauerhaft Jucken, ist daher ein Arztbesuch ratsam.

Eine juckende Kopfhaut kann viele Ursachen haben

Bei den meisten Menschen, die an einer juckenden Kopfhaut leiden, liegt die Ursache an austrocknenden oder zu fettigen Pflegeprodukten wie Shampoos oder Haarspray. Auch durch UV-Strahlung, zu häufiges Waschen oder heiße Föhnluft kann es zu einer Reizung und so zu einer juckenden Kopfhaut kommen. In solchen Fällen kann meist durch einen Wechsel der Gewohnheiten eine Linderung erzielt werden.

Besteht die juckende Kopfhaut weiterhin, gibt es noch andere mögliche Ursachen wie Krankheiten der Haut, Allergien gegen bestimmte Pflegestoffe, psychische Beeinträchtigungen oder Parasiten. Stecken beispielsweise Kopfläuse (Pediculus capitis) hinter der unangenehmen juckenden Kopfhaut, kann dies zu erheblichem Juckreiz führen. Für eine juckende Kopfhaut kann auch Seborrhö verantwortlich sein. Hier wird vermehrt Talg produziert, es kommt zu einer Störung der Haut, die sich in Bläschen und Rötungen äußert.

Manchmal stecken auch Krankheiten hinter der juckenden Kopfhaut

Krankheiten, die eine juckende Kopfhaut auslösen, gibt es einige, eine der häufigsten ist die Neurodermitis. Etwa 15 % aller Kinder sind von Neurodermitis betroffen, die schon ab dem dritten Lebensmonat auftreten kann und dann meist in Schüben verläuft. Häufig vermindern sich die Schübe nach dem 30. Lebensjahr, ein erstmaliger Ausbruch nach dem 30. Lebensjahr ist in der Regel selten. Die Neurodermitis zeigt sich im Anfangsstadium häufig an der Kopfhaut und den Wangen. Zu erkennen ist die Krankheit an roten Stellen und aufplatzenden Bläschen, die sich meist an Hals, Händen und Füßen zeigen (Beugeekzeme). Die Symptome können aber an allen Stellen des Körpers auftauchen und sich auch im Laufe des Lebens verändern.

Eine weitere Krankheit, die eine juckende Kopfhaut verursachen kann, ist die Schuppenflechte (Psoriasis). Sie kommt in der Regel weniger häufig vor als Neurodermitis. Etwa 1–3 % der Bevölkerung ist von Schuppenflechte betroffen. Sie beginnt meist in einem Alter zwischen zehn und 30 Jahren und tritt in Schüben auf. Hier sind die rötlichen Hautveränderungen ebenfalls nicht auf den Kopf begrenzt, die Schuppenflechte tritt zusätzlich bevorzugt an den Ellbogen, sowohl an der Armaußenseite als auch an der Arminnenseite sowie am unteren Rücken und an den Knien auf.

Miriam Schaum

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