Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber juckende Kopfhaut

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Juckende Kopfhaut
Therapie einer juckenden Kopfhaut

Oft reicht eine Veränderung der Gewohnheiten, um die juckende Kopfhaut wieder in den Griff zu bekommen. Mildes Shampoo, ein Kaltluftprogramm beim Haarföhn und ein Sonnenhut gegen UV-Strahlung können die gereizte Kopfhaut lindern. Bei Krankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sind langfristige Therapien notwendig, um eine Besserung zu erzielen. Die richtige Pflege kann aber auch hier eine Linderung der Symptome verschaffen und das Auftreten der Schübe verlangsamen. Hier gilt, die Pflege muss auf die individuellen Bedürfnisse der eigenen Haut angepasst werden. Bei der Suche nach der richtigen Pflege kann der Hautarzt helfen.

Therapie einer juckenden Kopfhaut

Die Therapie einer juckenden Kopfhaut richtet sich nach der Ursache. Wird die juckende Kopfhaut durch falsche Pflegeprodukte verursacht, sollten diese gewechselt werden. Oftmals hilft die Benutzung eines milden Shampoos und das Ausspülen mit kühlem Wasser, um die Reizungen der Kopfhaut zu reduzieren. Bei einer juckenden Kopfhaut steht neben der Diagnose insbesondere die Verminderung der Reizung im Vordergrund, da dadurch Verschlimmerungen durch erneutes Kratzen verhindert werden.

Liegt eine Seborrhö vor, kann diese durch sanfte Reinigung, beispielsweise mit seifenfreien Syndets, behandelt werden. Fettige Substanzen sollten vermieden werden. Ist die Ursache der juckenden Kopfhaut eine Allergie, kann unter Umständen eine medikamentöse Therapie z. B. mit Antihistaminika oder eine Desensibilisierung erfolgen. Bei Hautpilzen können Antipilzmittel, sogenannte Antimykotika, hilfreich sein, um die juckende Kopfhaut zu behandeln.

Entfernung von Läusen bei einer juckenden Kopfhaut

Wird die juckende Kopfhaut durch Läuse verursacht, besteht die Therapie in der Entfernung der Eier, der Nissen. Um diese zu entfernen, eignet sich eine Wäsche mit Läuseshampoo. Damit werden Haare und Kopfhaut gespült und die Nissen mit einem speziellen engzinkigen Nissenkamm entfernt. Dieser Vorgang sollte im Abstand einiger Tage wiederholt werden, um alle Nissen zu entfernen. Dabei sterben die Nissen jedoch nicht. Daher sollte der Kamm danach gut gereinigt werden.

Bei Kleidungsstücken und Plüschtieren eignet sich das Aushungern als Entfernungsmethode. Die befallenen Stücke werden in eine gut verschlossene Plastiktüte gepackt und dann bis zu einem Monat darin aufbewahrt. Eine schnellere Variante ist die Erhitzung mit trockener Wärme. Dabei reicht in der Regel eine 60-minütige Erhitzung auf 45 C°. Auch Kälte kann eingesetzt werden. Dabei können die Stücke im Eisschrank bei -10 bis -15 C° eingefroren und so innerhalb eines Tages entlaust werden.

Therapie einer juckenden Kopfhaut bei Neurodermitis und Schuppenflechte

Bei Neurodermitis als Auslöser der juckenden Kopfhaut eignet sich eine Hautpflege mit ausgewählten Pflegeprodukten. Eine einheitliche Therapie gegen Neurodermitis gibt es nicht, da die Krankheit sehr unterschiedlich verläuft. Die richtige Pflege kann Juckreiz und Ekzeme vermindern. Dabei ist die Pflege auch weiterzuführen, wenn sich keine direkten Hautrötungen mehr zeigen. Zwei- bis viermal täglich sollte die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt werden. Dabei stehen jedoch die individuellen Bedürfnisse der Haut im Vordergrund. Unpassende Pflegeprodukte können die Beschwerden verschlimmern. Sie sollten immer wieder an veränderte Bedürfnisse der Haut angepasst werden. Der Hautarzt unterstützt bei der Suche nach der richtigen Pflege.

Auch bei Schuppenflechte (Psoriasis) als Auslöser einer juckenden Kopfhaut ist eine ursächliche Therapie nicht möglich. Helfen können auch hier bestimmte Pflegeprodukte. Öl- und Solebäder können ebenso Linderung für eine juckende Kopfhaut bringen wie Salben oder UV-Strahlung.

Miriam Schaum

13. März 2019
Die Therapie von Psoriasis kann sich aus einer Basistherapie, einer Licht- und Badetherapie und einer medikamentösen Therapie zusammensetzen.
  
26. Februar 2019
Menschen mit Psoriais sollten rückfettende Reinigungsprodukte und wasserhaltige Lotionen zur Pflege ihrer Haut verwenden.
  
05. Februar 2019
Äußern Kinder einen Juckreiz auf der Kopfhaut, kann dies auf einen Befall mit Läusen hindeuten. Zur Behandlung können spezielle Shampoos hilfreich sein.
  
05. Februar 2019
Besonders im Winter ist es wichtig, dass Menschen mit Neurodermitis ihre Haut mit der richtigen Pflege vor dem Austrocknen schützen.
  

Die Schmerzrezeptoren der Dermis melden dem Gehirn die Reizung der Haut als Jucken und sorgen so für das Bedürfnis zu Kratzen. Es handelt sich in den meisten Fällen um einen nützlichen Schutzmechanismus. Der Körper zeigt falsche Pflege oder Anzeichen von Krankheiten an. Handelt es sich als Ursache um eine trockene Kopfhaut, verschaffen Hausmittel, wie z. B. Öle, die bei einer juckenden Kopfhaut als Kur eingesetzt werden können, Hilfe. Ebenfalls schnelle Hilfe verspricht meist die Reduktion der Haarwäschen, das lässt der Kopfhaut Zeit zur Entspannung und Selbstregulierung.

Ist der Kratzreiz einmal da, fällt es häufig schwer, nicht nachzugeben. Aber häufiges Kratzen verschlimmert die juckende Kopfhaut meistens, da so auch kleine Verletzungen entstehen können. Hier finden Bakterien und Pilze möglichen Nährboden. Insbesondere bei Jugendlichen kann eine vermehrte Talgproduktion, die sogenannte Seborrhö, zur Entstehung einer juckenden Kopfhaut führen. Hier spielt der veränderte Hormonhaushalt ebenso eine Rolle, wie die Veranlagung. Atopische Erkrankungen sorgen bei vielen Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen für eine juckende Kopfhaut. Parasiten, wie Läuse, können durch ihre Stiche ebenfalls Juckreiz verursachen. Hier ist der Speichel schuld; kommt er in die Wunde entsteht der Juckreiz.

 

Diagnose juckende Kopfhaut

Stellt die juckende Kopfhaut eine Belastung für Betroffene dar, lässt sich langfristig nicht in den Griff kriegen oder führt zu Wunden, sollte der Weg zum Hautarzt führen. Der Hautarzt führt eine Befragung durch und macht unter Umständen Abstriche der betroffenen Hautstellen, um die Diagnose stellen zu können. Schwierig kann die Diagnose der Neurodermitis werden. Bei einer Ekzemverteilung in Ellenbeugen, Gesicht und Handrücken kann sie zwar in der Regel identifiziert werden, es verläuft aber nicht jede Neurodermitiserkrankung so. Neurodermitis kann bei Betroffenen deutlich von ihrem typischen Erscheinungsbild abweichen und birgt so die Möglichkeit, mit einer anderen Hauterkrankung verwechselt zu werden.